Schnee in Rom!

Nevica a Roma! Es schneit in Rom! Die Stadt sieht wie gezuckert aus…

So ungewöhnlich ist es nicht, dass im Winter auch in Rom ein paar Flocken fallen. Die meisten Römer haben die Ski im Schrank oder den Schlitten im Keller. Denn mit dem Auto ist man schnell in den Bergen und auf den Pisten. Ungewöhnlich ist es jedoch, wenn die Schneeflocken wirklich liegen bleiben und es richtig zu schneien beginnt!

Die Nachrichten sprechen davon, dass in Rom seit 40 Jahren nicht mehr so viel Schnee lag. Das Verkehrschaos könnte diese Aussage untermauern. Gestern Abend hörte man die Sirenen von Rettungswagen und Carabinieri fast ununterbrochen. Zahlreiche Unfälle auf den matschigen, aber noch nicht einmal sonderlich glatten Straßen. In der Nacht nahm der Schneefall dann zu und Pinienzweige brachen unter der „Last“ von knapp 10cm Neuschnee. Entlang der Via Gregorio VII  wurde noch in den frühen Morgenstunden die Bus- und Taxispur gesperrt. Dass es ab der Mittagszeit jetzt wieder langsam zu tauen begann, macht das heillose Durcheinander nicht besser…

Am Vormittag fuhren kaum Busse, nur wenige Autos trauten sich auf die Straße und über allem lag eine ganz wunderbar eigentümliche Stille, die ich von Rom sonst nicht kenne. Jedenfalls habe ich wunderbar geschlafen, so ruhig war es! Irgendeine verdächtige Helligkeit konnte schon deswegen nicht in mein Schlafzimmer vordringen, weil ich abends die Jalousien blickdicht geschlossen hatte. Wenn der Wind eisig weht, dann kommt das in meiner römischen Wohnung nämlich durch alle Ritzen. Insofern waren es dann wirklich erst jubelnde Nachbarskinder, die mich morgens mit dem Schnee konfrontierten.

Da ich im Westen der Stadt wohne, zogen die Kinder mit Schlitten und in Schneeanzügen los, um zunächst den Petersplatz unsicher zu machen. Das eigentliche Ziel der meisten war jedoch der Circo Massimo. Im ovalen Zirkus, dessen Form die meisten vom legendären Wagenrennen im Film „Ben Hur“ (1959) kennen, locken die ehemaligen Zuschauertribünen als perfekte Rodelhügel!

Wegen des heftigen Schneesturms waren am Freitag bereits die Schulen geschlossen. Der Bürgermeister hatte für sämtliche Schulen schneefrei angeordnet. Obwohl die Schulbusse der Deutschen Schule da bereits unterwegs waren, kamen nur drei (also drei!) Schüler in der Schule an. Alle anderen waren vorsichtshalber gleich ‚mal zu Hause geblieben… Die Kinder haben jetzt also ein verlängertes Winterwochenende, bevor in zwei Wochen dann sowieso die „Weiße Woche“ – die Winterferien nach den Halbjahreszeugnissen – ansteht. Und wer weiß wie viele Male noch „schneefrei“ auf dem Stundenplan steht, wenn das Wetter so bleibt. Heute Abend ist alles wieder übergefroren, was nachmittags vor sich hingetaut hatte. Ein älterer Herr schlug direkt vor mir auf dem Boden auf, als ich nach Hause kam. Es ist spiegelglatt und inzwischen besteht in weiten Teilen der Stadt schon Schneekettenpflicht!

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