U.S. Impressions – Act III

Nashville, TN: Zentrum der Country-Musik, besitzt einen maßstabsgetreuen Nachbau des Parthenon-Tempels, is big in Football und ein guter Studienfreund ist vor wenigen Wochen mit seiner Familie aus der Gegend von New York hierhergezogen. Grund genug, um Nashville zumindest einen kurzen Besuch abzustatten!

Selten war ich so unvorbereitet wie hier… Erst kurz vor meiner Reise in die U.S.A. habe ich entschieden, von Durham aus wirklich noch nach Tennessee zu fliegen. Es stimmt, ich bin eigentlich schon ziemlich erledigt, aber Bob hat mich überzeugt, indem er mir darlegte, dass ich ja quasi in North Carolina schon so gut wie vor der Haustür sei und indem er mir die günstigste Fluglinie für Direktverbindungen genannt hat. Außer Southwest Airlines fliegt auch keine andere Fluglinie von Raleigh/Durham nach BNA Nashville, TN. So bin ich also gestern Nachmittag in Tennessee gelandet und wurde im Bereich „Ground Transportation“ von Bob und den beiden Kindern abgeholt.

Joseph (3) war gleich hin und weg und nennt mich strikt „Miss Kaglerrr“ [an dieser Stelle bräuchte man Lautschrift, um das richtige runde „a“ und das perfekt gerollte „rrrr“ wiederzugeben!], Lucy war etwas schüchterner, blieb aber auch 10 Minuten nach dem Kennenlernen gleich umstandslos bei mir, als Papa und Bruder noch schnell milk im grocery store besorgten.

Hier in Tennessee bin ich nun zum allerersten Mal in der UTC (-6) Zeitzone:  Central Standard Time! D.h. ich musste von Durham nach Nashville die Uhr eine Stunde zurückstellen, morgen werde ich auf dem Weg nach D.C. und NYC dann wieder eine Stunde nach vorne stellen und am Donnerstag früh lande ich in der CET/MEZ in Rom. Vermutlich brauche ich über eine Woche, um mich wieder halbwegs einzufinden.

Hier in Nashville dürfte es allerdings jedem Touristen leicht fallen, sich einzufinden. Besonders beeindruckend fand ich, dass es bereits im Flughafenterminal einen Country Club gab, in dem ein Gitarrist wirklich in der Lage war, Stimmung am Gate zu verbreiten…

So etwas habe ich noch nie erlebt. In Nashville selbst habe ich heute früh dann zunächst das Frist Art Museum besucht. In dem habe ich mich fast ein bisschen zu lang herumgetrieben, aber sie hatten einfach eine zu gute Sonderausstellung zu „American Art“… Und dann: Mittagszeit am Broadway Downtown: aus jeder, also wirklich jeder Tür eines Country Clubs, die alle nebeneinander, übereinander, untereinander und ineinander verschachtelt sind: wirklich gute Country Music! Ein deutscher Kollege von der Duke University sagte, dass er inzwischen Blue Grass gar nicht mehr so dubios fände wie zu Hause… Das müsse am Klima liegen. Might be! Jedenfalls passt es hier einfach!

Und… „southern food“ … mmmm, might not be one of the lightest & healthiest kitchens, but very very tasty! Sweet potatoes, pulled pork, oh, sogar pulled pork sandwich… Zum Frühstück bekam ich von Sara echo amerikanische Pancakes gebacken, die ich noch nie gegessen have. Und in Ermangelung von solchen Sachen erst recht notch nicht mit Ahornsirup. Sagen wir so: es schmeckt! Ich habe 2 gegessen und war satt. Joseph hat es geschafft, vier Stück in sich hineinzufuttern. Die automatische Rechtschreibkorrektur macht aus dem hübschen Wort „in sich hineinfuttern“ stets „hineinbuttern“ – und in gewisser Weise hat das Computerprogramm damit recht… Ab morgen wieder Fastenkur!

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