In eigener Sache II

Manchmal gibt es so Zufälle, die wirklich zu schönen Ergebnissen führen. Eines dieser Ergebnisse wird am Ostermontag im Bayerischen Fernsehen zu sehen sein. Am 09. April sendet der BR um 22:00Uhr in der Reihe „Das Bayerische Jahrtausend“ eine 45-minütige Dokumentation zu Ingolstadt im 17. Jahrhundert.

Das Sendeformat geht neue Wege: mit nachgestellten Szenen, Computeranimationen und Interviews mit Experten soll ein möglichst zeitnahes und authentisches Bild entstehen. Die Folge zur Residenz- und Universitätsstadt Ingolstadt ist eine Folge einer 10-teiligen Reihe, die anhand von einer bayerischen/fränkischen Stadt jeweils ein Jahrhundert bayerischer Geschichte vorführt. Dass dabei Auswahl getroffen werden muss, ist klar. In der Folge zu Ingolstadt stehen konfessionelle Spannungen im Jahrhundert des Dreißigjährigen Krieges im Vordergrund, aber auch die Ausbildung eines funktionierenden Verwaltungsapparates.

Die Sendereihe hat mit Udo Wachtveitl einen Moderator, der bereits aus dem Münchener „Tatort“ bekannt ist. Zur Konzeption heißt es auf der Homepage des BR:

„Die Sendereihe stellt die über ein Jahrtausend hindurch in der Mitte Europas historisch wirksamen Kräfte vor und spürt den Ursachen, Prozessen und Wirkungen dieser Kräfte auf dem Gebiet des heutigen Bayern nach. Verbreitet ist ein monolithisches, dynastisch motiviertes, altbayerisches Geschichtsbild von Bayern. Dem setzt die Sendereihe „Das Bayerische Jahrtausend“ ein aus unterschiedlichen Traditionslinien herrührendes, mitunter widersprüchliches, offenes Geschichtsverständnis entgegen.“

Ich selbst bin „wie die Jungfrau zum Kind“ bzw. „wie Pontius Pilatus ins Credo“ zur Aufgabe gekommen, die Produktion der einen Folge historisch zu beraten. Eine meiner Studentinnen hatte bei der Filmfirma, die der BR mit der Produktion der Sendereihe beauftragt hatte, ein Praktikum gemacht. Praktika sind nicht nur für Studierende ein enormer Gewinn, sondern auch für ihre Dozenten nicht von Nachteil. Denn ich hatte im vergangenen Semester ein Seminar zu Städten der Frühen Neuzeit gehalten und darin immer wieder auf die Bedeutung von Ingolstadt aufmerksam gemacht. Außerdem hatte ich mit meinem Proseminar auch eine Exkursion an die Stadt an der Donau unternommen: mit viel Engagement bei ca. 0°C – gefühlt bei leichtem Schnee mit Wind wie -12°C! Das permanente Hinweisen auf Ingolstadt hat wohl dazu geführt, dass sich meine Studentin daran erinnerte, dass ich ggf. hilfreich sein könnte, als es im Jahr 2010 darum ging, einen Experten für die historische Beratung für den Ingolstadt-Film zu gewinnen… Auf diese Weise bekam ich einen Anruf im Büro (damals noch in München), ob ich Lust hätte zu einem Gespräch zur Filmfirma zu kommen. Ja, ich hatte! Ein bisschen schwierig ist es zwar stets, dass man die Details nie so zum Zuge bringen kann, wie man es gern hätte. Aber es hat definitiv Spaß gemacht!

Insofern bin ich jetzt selbst sehr gespannt auf das Ergebnis! Die ganze Arbeit, die ich zu leisten hatte, war bereits 2010/2011 abgeschlossen. Bei den eigentlichen Re-Enactment-Szenen war ich nicht mehr dabei, sondern schon in Rom… Schau’n mer also ‚mal, was draus geworden ist!

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