Tigermücken und andere Plagen

Das ist sie! Sehen Sie das Biest genau an… Es ist sehr klein. Aber wenn man genau hinschaut, dann sieht man, dass die Beine der Mücke gestreift sind. Gestreift wie bei einem Zebra. Trotzdem heißt die Mücke nicht Zebra-Zanzara, sondern zanzara tigre oder eben: Tigermücke (Aedes albopictus).

Es ist die erste Tigermücke, die ich jemals erwischt habe, bevor sie mich stechen konnte. Es ist auch kein Wunder, dass man die Biester so schwer erwischt, denn das, was die normale Mücke nervig genug sein lässt, fehlt ihr: die Tigermücken surren nicht. Man kann sie also nicht hören und sie sind noch dazu recht klein (s.o.). Meist merke ich erst dann, dass eine solche Mücke in meiner Nähe ist, wenn sie mich gestochen hat. Und das tut a) ziemlich weh, b) hinterlässt ästhetisch unansehnliche Quaddel in enormen Ausmaßen und c) bleiben diese unangenehmen Konsequenzen eines solchen Müchenstichs auch noch ausgesprochen lang.

Eine gewisse Desensibilisierung lässt sich allerdings bemerken. Der Sommer 2008 ist mir noch gut in Erinnerung. Vor allem die Villa Oplontis (Villa Poppaea)… An einem harmlosen Sommertag habe ich die Ausgrabungsstätte der antiken Villa, die ebenfalls beim Vesuvausbruch 79 n.Chr. verschüttet worden war, zusammen mit Freunden besichtigt. Natürlich liegt die Villa unterhalb des heutigen Straßenniveaus und bietet damit einen etwas kühleren, noch dazu schattigen und damit idealen Aufenthaltsort für Mücken. Ich war nach wenigen Minuten bereits so zerstochen, dass es dann auch schon egal war… Normale Mücken, Tigermücken, alles da… Und meine Beine sahen drei Wochen lang so aus, als hätte ich die Beulenpest: tischtennisballgroße rote Quaddeln… Inzwischen reagiere ich nicht mehr ganz so extrem auf die Stiche, aber es bleiben nach wie vor für mehrere Wochen erkennbare Anschwellungen zurück. Wenn es schlimm war, bleibt nur noch eine Art Cat Suit als letzte Möglichkeit…

Üblicherweise wird behauptet, dass sich zanzare tigre vor allem in Bodennähe aufhalten. Das führt dann dazu, dass Kollegen mir erklären, ich hätte es ja gut, wohne ich doch schließlich im 4. Stock… Seit diesem Sommer muss ich aber darauf hinweisen, dass diese Viecher Zivilisationsfolger sind. Inzwischen gibt es sie leider auch im 4. Stock und zwar immer mehr. Ich freue mich daher schon auf den Herbst: abnehmende Mückendichte, endlich auch ‚mal wieder ein Halstuch oder eine lange Hose tragen. Hach!

Buon autunno!? – Nein, ab morgen sollen es hier in Rom nochmal sommerliche Temperaturen von bis zu 30°C werden. Aber ich fliege eh zu einer Tagung nach Deutschland und mache mich auf 16°C und leichte Regenschauer gefasst. Immerhin ohne Mücken!

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