RomAdvisor: Tè e Teiere

RomAdvisor soll ja nicht nur Restaurants empfehlen. Auch wenn ich natürlich vergleichsweise verfressen bin! Wenn ich mir etwas Gutes tun will oder wenn ich mir dringend und schleunigst etwas Gutes tun muss, weil es die Umstände dringend erfordern, dann denke ich zuerst ans Essen!

Verpackungkunst Tè e TeiereInsofern ist der kleine Laden Tè e Teiere in der Via del Pellegrino zwischen Chiesa Nuova und Campo de‘ Fiori eigentlich kein völlig ungewöhnlicher Tipp! Es gibt dort nämlich hervorragenden Tee. First flush very british (bzw. indisch!) oder auch chinesischen Tee… Regelmäßig wird beim Händler des Vertrauens neu bestellt, damit der gelagerte Tee auch nicht veraltet.

Mir hat es aber besonders das Porzellan angetan, was dort ebenfalls verkauft wird. Es lohnt sich, regelmäßig ins Schaufenster der Nr. 85 zu gucken. Denn sie verkaufen nicht nur Teekannen-Unikate einer französischen Designerin, die marokkanische Einflüsse nicht verleugnen kann, sondern auch hin und wieder Originalstücke aus dem frühen 20. Jahrhundert. Ich habe vor einigen Tagen also stolz das Schnäppchen meines Lebens gemacht, als ich just eine Art Deco-Tasse mit passendem Unterteller und Kuchenteller erstanden habe. Weil es so viel schöner ist, wenn man zu Hause etwas auspacken kann, Teierehabe ich es mir als Geschenk verpacken lassen und durfte dabei erleben, wie viel Liebe die beiden Verkäuferinnen ins Detail gesteckt haben. Es war im Endergebnis nicht nur hübsch anzuschauen, was sie fabriziert haben, mir hätte das Päckchen auf der Straße auch bedenkenlos herunterfallen können. Ja, vermutlich hätte nichtmal ein römischer Bus dem Geschirr etwas anhaben können, wenn er mit Schwung drübergefahren wäre… Ich kann den Laden jedenfalls nur wärmstens empfehlen!

Ach und wenn man schon in der Ecke ist, dann sollte man ein paar Meter weiter in Richtung Campo de‘ Fiori unbedingt einen Blick in den Arco degli Acetari werfen. Der „Bogen der Essigmacher“ (oder abgeleitet von Acqua Acetosa oder oder oder…) ist ein Durchgang zwischen zwei mittelalterlichen Häuserkomplexen, der einen Eindruck vermittelt, wie die mittelalterliche Bebauungsstruktur Roms nicht nur durch Gassen, sondern auch durch ein verwinkeltes Netz aus Hinterhöfen verbunden war. Es gibt Ansichtskarten mit diesem malerischen Innenhof, aber es ist schöner, selbst einen Blick hinein zu werfen, weil die Häuser noch richtig bewohnt werden. D.h. anders als auf den Postkartenmotiven steht dann normalerweise ein modernes Mountainbike oder dergleichen im Eingangsbereich.

Art Deco 1920er-1939

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Ein Gedanke zu „RomAdvisor: Tè e Teiere“

  1. Guter Tipp, den ich mir unbedingt merken werde! Wir haben vor, spätestens im nächsten Jahr mal für zwei Wochen nach Rom zu fahren.

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