Rom-Marathon 2013

Nein, ich bin nicht selbst mitgelaufen. Meine derzeitige Kondition, die eigentlich nur als nicht existent bezeichnet werden kann, muss in München erst wieder langsam aufgebaut werden. Aber heute war der 19. Maratona di Roma, der die Innenstadt weitgehend lahm legte. Ich wollte pünktlich um 11Uhr an der Porta Portese sein und hatte größte Mühe, weil keine Busse ins Zentrum fahren konnten. Das blieb bis zum Nachmittag so, als ich mit einer Freundin vom Flohmarkt zurückkam. Und wer da alles lief… Warum sind die Hälfte der Marathonathleten über 70? Ich möchte eigentlich ein schönes Leben im Lehnstuhl haben, wenn ich alt bin! Marienkäfer liefen übrigens auch mit. Waren aber gaaaanz am Ende noch dabei, sich dem Ziel zu nähern… Ich vermeide ja, Menschen auf den Fotos abzubilden, von denen ich keine Erlaubnis einholen konnte. Aber ich denke, der Marienkäfer ist unscharf genug… – und zeigt die farbenfrohe Seite des Marathons. Denn der Himmel blieb heute bleigrau und die Läufer konnten froh sein, dass es nicht geregnet hat.

19. Maratona di Roma

Besonders nett fand ich allerdings Läufer mit Hund! Viele Römer sind total auf den Hund gekommen. Es gibt kaum Vierbeiner ohne bunte Westen, warme Jäckchen. Kleine Hunde werden paris-hilton-like durch die Gegend getragen. Der Hund ist immer dabei. Läuft Herrchen auf festgelegtem Parcours also 42km durch die Stadt, dann muss der Hund halt schonmal mit. Und damit es keine Beschwerden gibt, kriegt der dann auch gleich eine eigene Startnummer!

Vierbeinige Teilnehmer

Ich hoffe, es hat sich niemand in der Leine verheddert. Das wäre ja tragisch. So was erinnert mich nämlich viel zu schnell an den Vorentscheid in der 6. Klasse. Damals ging es nur um 800m, nicht um 42km. Aber eben um die Teilnahme an den Bezirks- und Landesmeisterschaften. Ich lag auf den letzten 100m an zweiter Stelle, konnte zur Siegerin sicher nicht mehr unbedingt aufschließen, aber war auch nicht ansatzweise erschöpft, als mir Evelyna aus der Parallelklasse von hinten fest in die Hacken trat. Ich fiel, zwei meiner ebenfalls noch für den 3. Platz in Frage gekommenen Klassenkameradinnen blieben stehen, um mir zu helfen und … der Lauf wurde nicht wiederholt! Evelyna nahm an dem Wettbewerb teil, für den auch ich in Frage gekommen wäre. Ich habe mich nach diesem Erlebnis nie wieder für einen Laufwettbewerb gemeldet. In der Schule lernt man halt fürs Leben. Ich würde weiterhin stehen bleiben und aufhelfen. Andere treten eben. Erfolgreich.

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Ein Gedanke zu „Rom-Marathon 2013“

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