Kresse-Finale

Pünktlich zu Ostern… Hier das glänzende Kresse-Finale! Sieht es nicht wunderbar aus? Die Ostereier sind allerdings schon auf wundersame Art und Weise in meinem Mund verschwunden. Der Osterhase – italienisch: von Ferrero – auch… Ich kann also nur noch die bloße Gartenkresse präsentieren.

Kresse-Finale

Immerhin ist es mir damit gelungen, ein bisschen Grün auf dem Frühstückstisch zu zaubern. Morgen wird der Rest aufs Rührei kommen!

In Rom war es heute aber zum Glück wesentlich besser – jetzt rein wettertechnisch – als erwartet! Insofern hörte man auch an allen Ecken und Enden geseufztes „Il sooole, mamma mia!“ und selbst in der Kirche hieß es: „Viel besser als gedacht: Machen Sie sich schöne Ostertage!“ – Gesagt, getan. Nach der Ostermesse morgens um 10Uhr (jaha, ich habe die Uhr pünktlich auf die Sommerzeit vorgestellt und bin nicht zu spät gekommen!) haben wir uns dagegen entschieden, noch Jorges urbi & orbi abzuwarten und sind einfach ein bisschen durch die Stadt gebummelt. Zuerst zum Trevi-Brunnen, den ich mir schon seit einer Ewigkeit nicht mehr angesehen habe. Der Brunnen an sich hat es mir auch nicht angetan. Aber man kann dort so großartig Menschen bei den unmöglichsten Verrenkungen zusehen. Einige tun so, als ob sie Münzen in den Brunnen werfen und lassen sich beim so-tun-als-ob 23x fotografieren. Andere schmeißen gleich drei Münzen hintereinander ins Becken, weil das anscheinend dreimal so sicher eine Rückkehr nach Rom verspricht?! Alle naselang trillert die Pfeife eines Vigile (Schutzpolizisten), der die Touristen bittet, den Brunnen selbst nicht zu betreten. Sie dürfen nur am Beckenrand sitzen, aber nicht auf die künstlichen Felsen hinaufklettern. Glaubt bloß nicht, das täte keiner. Vielleicht 12-17 Minuten waren wir am Trevi-Brunnen. Zwei Brüder sind zwei Mal fast im Wasser gelandet und ca. 7 schmusende Pärchen bevorzugten die Ausläufer der künstlichen Felslandschaft…

Ungefähr 17 Minuten und ca. 27 Schuh-Fotos später haben wir uns dann auf den Weg zum Park Villa Borghese gemacht. Die Galleria d’Arte Moderna schließt an Sonn- und feiertagen zwar schon um 13(!) Uhr, aber dafür haben wir ein neues aserbaidschanisches Denkmal entdeckt. Mit frischem Rosenkranz. Danach ging es noch zum Stadio Olimpico, um faschistische Mosaike anzusehen und dann reichlich groggy wieder gen Heimat. Alles in allem ein schöner Ostersonntag! Ich hätte allerdings gedacht, dass im Park ein paar mehr Ostereier am Wegrand glitzern würden. Machen das Eltern nicht mehr? Spaziergänge zu Ostern? Heimlich aus der Jackentasche kleine Schokoladeneier fallen lassen, ein paar Schritte weiter gehen, sich umdrehen und die Kinder fragen, ob sie nicht auch eben den Eindruck gehabt hätten, da wäre der Osterhase über die Wiese davongehoppelt?! Anschließend glänzt der Vater oder die Mutter dann mit dem Insiderwissen, dass sich der Osterhase mit seiner schwer mit Eiern beladenen Kiepe natürlich gern ‚mal an einen Baum lehnt und ein Weilchen ausruht. Dabei fällt schonmal eines der Eier heraus. Oder auch drei oder vier. Gerade so viele in der Regel wie Kinder beim Osterspaziergang dabei sind… Zufälle gibts! Und schwupps, schon glänzt das Stanniolpapier in den klebrigen Kinderhänden!

Aber in Rom scheinen nicht einmal die Touristen Eier zu verstecken. Schade! Ich habe geguckt… – und kein einziges entdeckt! Vielleicht morgen?!

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