Si fà…

Normalerweise heißt es ja eher „Non si fà!“ – „Das macht man nicht!“ In Rom spielt es aber dann doch eine entscheidende Rolle, was man eben tut. Und morgen ist der 1. Mai, da gibt es gleich eine ganze Menge zu tun: Am 1. Mai fährt man ins Grüne – zum Beispiel nach Frascati – und man isst fave! Diese dicken grünen Bohnen, die oft noch etwas unreif sind, haben nicht unbedingt etwas mit Frascati zu tun, das ja eher wegen des gleichnamigen Weißweins ein Begriff ist. Nein, fave werden nunmal am 1. Mai gegessen…

FaveSie schmecken mir nicht… Aber einmal musste ich das Spiel also auch mitmachen. Vor zwei Jahren bin ich mit Freunden in die Albaner Berge gefahren, es gab kühlen Weißwein (der noch etwas kühler hätte sein dürfen) und frische fave… Überall um uns herum packten Ausflügler ebenfalls ihre fave aus und prosteten uns zu! So wie man in Nemi im Frühjahr eben Erdbeeren mit Schlagsahne isst, in den Herbstmonaten Maronen und zu Weihnachten den Panettone, so ist also der erste Mai mit diesen Bohnen verbunden. Faszinierend!

Fave II

Morgen wird das Szenario an mir vorbeigehen, weil mich die Bronchitis noch immer von großen Sprüngen abhält. Aber wer in Italien ist, weiß ja nun, was zu tun ist… Auf jedem Markt gibt es eine Auswahl, die ihresgleichen sucht! Und wer Spaß dran hat, sollte sich ‚mal typisch italienische Kinderkalender durchblättern. Ich hatte gerade wieder einen von Città del Sole in der Hand und auf 11 von 12 Monatsblättern ist Saisongemüse und Obst abgebildet, das man eben isst…

5-Euro-Frage: Um welches Kalenderblatt könnte es sich hier wohl handeln?! Und bitte nicht mit Urheberrechten kommen… dass ich das schöne Kalenderblatt hier zeige, ist ja dann doch eher wohlwollende Werbung für die großartige Illustratorin Barbara Cantini

Kalenderblatt

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2 Kommentare zu „Si fà…“

  1. Hier in Süditalien konnte ich nichts Typisches für den ersten Mai finden. Hier in Bari warten auch alle auf die kommende Woche und die Feierei um San Nicola, den Schutzheiligen.

    1. Ah, San Nicola… Das erklärt mir auch den Vornamen des Signore (Nicoooola) aus Puglia, der gerade hier war, um meinen Herd käuflich zu erwerben. Natürlich nicht für sich, sondern für einen anziano, wie immer… Aber das ist eine andere Geschichte 😉

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