E – di – co – la, E – di – co – leeeee

Edicola so heißen die kleinen Zeitungsstände an Kreuzungen und an Metro-Stationen, die Getränkebüdchen in der Innenstadt und an Aussichtspunkten und kleine Bars in Holzverschlägen… So eine edicola kann die Welt bedeuten, wenn man durstig ist oder eine bestimmte Zeitung sucht, weil ein Freund darin den ersten eigenen Artikel veröffentlicht hat. (Und dann stellt sich mitunter heraus, dass der entsprechende Artikel gleich vier Autoren nennt *grmpflhrmpfl*)

So etwas ist eher ein fahrbarer Bauchladen als eine edicola

Kiosk IAber ein berühmtes Büdchen findet man direkt am Vatikan. Wer wie ich noch westliche vom Vatikan die Gregorio VII hinauf muss, kennt sie natürlich: grün und aus Holz und nur vom Frühjahr bis zum Herbst geöffnet… Oder vielleicht sollte ich sagen „in Betrieb“ – denn die 2 1/2 Quadratmeter der edicola können kaum „geöffnet“ sein. Alles, was das Herz begehrt, wird hinausgereicht. Granita zum Beispiel, zerstoßenes Eis mit Sirupgeschmack. Also Porta Cavalleggeri, am unteren Ende der Gregorio VII unmittelbar, bevor die öffentlichen Busse (98, 881, 64, 46, 46/ und 571) in den großen Tunnel fahren… dort befindet sich direkt an der Vatikanischen Mauer diese kleine empfehlenswerte edicola! Aber Vorsicht: abends ist Schlangestehen angesagt!

Porta_Cavalleggeri_1800Übrigens, weil ich gerade alte Bilder von Rom durchgegangen bin: die porta, nach der die Straße/Kreuzung benannt ist, sieht man heute nur noch ihren Umrissen nach. Sie ist zugemauert und Bestandteil der an die Mauer gesetzten Gebäude. Aber so sah die Porta Cavalleggeri um 1800 aus. Vergleicht ruhig: Das Tor lässt sich leicht wiederentdecken, auch wenn es jetzt unmöglich ist durchzugehen!

Eine zweite edicola, die sich anzupreisen lohnt, liegt wiederum in einer ganz anderen Gegend. Die Milvische Brücke ist ja nicht gerade ein Geheimtipp. Trotzdem sind es vor An der Milvischen Brücke_Kiosk IIallem junge Römer, die abends über die Brücke flanieren und sich an den Ufern in verschiedenen Bars auf einen aperitivo niederlassen. Kommt man von der Endstation der Straßenbahnlinie 2, dann muss man einfach über die Brücke auf die andere Seite schlendern. Die Seite, auf der auch das Stadio Olimpico liegt. Und direkt hinter der Brücke liegt eine Art edicola, die einen wirklich guten Spritz anbietet und wo sich abends, wenn es endlich wieder erträglicher wird und zur Sommerhitze ein leichter Wind vom Tiber weht, junge Leute vergnügen, lachen, singen, rufen, motorini knattern. Eine hübsche Ecke! Mein Foto, das ich tagsüber aufgenommen habe, kann nur einen sehr schwachen Eindruck vermitteln. Aber es hilft vielleicht, das richtige Büdchen auszumachen!

Spritz Aperol oder Spritz Campari… – ganz egal! Es erfrischt jedenfalls ungemein das Getränk!

Spritz Aperol

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