Auch Christkinder haben manchmal Hunger

Der zweite Weihnachtsabend neigt sich dem Ende… Da bietet es sich an, mal wieder ein Bild aus der Reihe „Ungewöhnliche Madonnenbilder“ zu präsentieren. Die Darstellung einer stillenden Maria ist altbekannt und erfuhr im Barock (muss ja meine Lieblingszeit hier immer ‚mal wieder einstreuen!) auch so faszinierende Ausformungen wie Springbrunnen, deren Wasserstrahl durch die Brust der Madonna geleitet wurde. „Madonna lactans“ ist der Fachbegriff für diese Mariendarstellungen. In Spoleto habe ich jedoch ein Bild gefunden, das den Moment vor dem Stillen zeigt: Jesus hat Hunger! Ok, der Kleine sieht auf dem Bild – der Zeit entsprechend – eher aus wie ein kleiner Erwachsener. Schauen wir darüber halt hinweg, aber genau hin:

San Gregorio Maggiore, Spoleto

„Mama! Hunger!“ – Die Kirche, in der das Bild hängt, müsste San Gregorio Maggiore Santa Eufemia(!) gewesen sein. Eine romanische Kirche wars in jedem Fall. Wenn ich das nächste Mal dort bin, prüfe ich es nochmal nach, aber ich denke, dass mein Freund und Kunsthistoriker und Galerist und Epigraphiker Ingo schon Recht hat… Er korrigierte mich gerade. Andere Kirchen kommen jedenfalls nicht in Frage, obwohl Spoleto noch deutlich mehr Kirchen zu bieten hätte. Da wären San Nicolò, der Dom S. Maria Assunta, San Paolo inter Vineas, San Domenico, SS. Giovanni e Paolo, San Lorenzo, San Filippo, S. Ansano oder S. Maria della Manna d’Oro.

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Freundschaft zwischen „Italia e Germania“ – ein Fotowettbewerb

amicizia italia-germaniaDie Deutsche Botschaft in Rom hat einen Foto-Concorso – also einen Foto-Wettbewerb – ausgerufen. Ausgehend von dem berühmten Bild der Allegorien von „Germania“ und „Italia“ aus dem 19. Jahrhundert, waren alle kleinen und großen Künstler und Knipser aufgerufen, ein Bild zum Thema „Freundschaft zwischen Italien und Deutschland“ einzureichen. Es ist einiges aus den Bereichen Food & Friendship zusammengekommen. Ich hatte auf meine letzte Romreise ein Lebkuchenherz vom Oktoberfest mitgebracht und es mir umgehängt, um bei einem Bummel durch Rom an verschiedenen Objekten das Herz auszutesten. Mein Favorit war dann … aber seht selbst! Der Bocca della Verità?! – Ich hatte gedacht, das Bild sollte für sich sprechen. Die meisten anderen haben Bilder von sich und Freunden gepostet.

Schauen wir ‚mal, wer gewinnt. Klickt doch bei meinem Foto „mi piace“ – oder eben den „gefällt mir“-Button. Unter allen, die mein Bild liken, verlose ich das Originalherz mit einem signierten Foto. Wer kann da schon widerstehen!?

2. Versuch in 1. Adventswoche…

Man kann sich ja ‚mal irren… (s. vermeintlicher Nikolaus!) Aber dieses Mal ist es kein Irrtum, dafür umso leckerer, auch wenns zunächst nur um die Verpackung geht: Gewinnspiel bei Anna im Backwahn!

Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne erste Adventswoche! Hier in Rom ist nach 10 Tagen Sintflut und Dauergewitter endlich wieder die Sonne herausgekommen. Wir werden sogar mit einem Stück blauem Himmel verwöhnt. Ich glaube das liegt daran, dass Rom noch nah genug am Meer ist, um Küstenklima mit entsprechendem Wind abzukriegen. Der Steigungsregen dagegen wird gönnerhaft Tivoli überlassen. Ok, Frascati und andere Orten in den colli albani kriegen auch noch genug Regen ab. In Rom – man glaubt es kaum – regnet es zwar immer noch deutlich mehr als in London, aber Tivoli, Frascati und Co. könnten sicherlich ganz England in die Tasche stecken.

Hier der Beweis: ein Stückchen ist schon freigekämpft…

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Italienische Orte: der öffentliche Bus oder: ATAC Roma

In der Wochenzeitung DIE ZEIT gibt es auf der letzten Seite, die so rosa eingefärbt ist wie CORRIERE DELLO SPORT (scusatemi!) LA GAZETTA DELLO SPORT eine Rubrik, in der Leserinnen und Leser mit dem zu Wort kommen, was ihr Leben reicher macht.

La Gazzetta Sportiva

Vor ein oder zwei Wochen habe ich dort gelesen, dass es für jemanden, der in Cannes/Frankreich lebt, besonders schön sei, dass die Leute sich dort beim Busfahrer bedanken, wenn sie aussteigen. Der Leser wollte das so natürlich auch nicht einfach stehen lassen, sondern kommentierte süffisant, so etwas stelle möge man sich ‚mal in Deutschland vorstellen. Lassen wir die ewigen Vergleichereien einmal außen vor… Ja, auch ich bedanke mich bei meinen römischen Busfahrern zuweilen, wenn ich aussteige. Weiterlesen „Italienische Orte: der öffentliche Bus oder: ATAC Roma“