Ein Blog, ein Jahr, ein neues Jahr…

Gestern ist für mich ein sehr spannendes Jahr zu Ende gegangen, das mit vielen Reisen verbunden war. Anfang des Jahres habe ich mit Kollegen eine große internationale Tagung ausgerichtet, die bereits ein Jahr vor dem Ende unseres italienisch-deutsch-französischen Forschungsprojekts Ergebnisse aus der laufenden Arbeit zur Diskussion stellte. Ab Februar 2012 wurden die Archivrecherchen dann noch einmal intensiviert und parallel dazu die Arbeit für den zweibändigen Abschlussband aufgenommen.

WBG-BuchIm März ist außerdem ein kleines Buch von mir und einer Kollegin in der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (WBG) erschienen, das sich an ein breiteres Publikum richtet und unsere Forschungen zu europäischen Musikern im barocken Rom leicht lesbar präsentiert.

Aber eigentlich stand das Frühjahr ganz im Zeichen der USA… Endlich konnte ich mit einem DAAD-Stipendium wieder zurück an die Ostküste. Ich habe dann gleich drei Wochen in den USA verbracht; u. a. in New York, Washington, North Carolina und Tennessee. Kaum mehr als drei Wochen war ich am Stück zu Hause in Rom. 2012 habe ich bewusst eine Menge Vorträge gehalten und werde mich im kommenden Jahr nun etwas zurücknehmen, um mich konzentriert der Habilitation widmen zu können.

Dass mir zum Jahresendstress dann auch noch mein Computer gestohlen wurde und ich einen Großteil meiner Recherche-Ergebnisse verloren habe, hat mir gezeigt, wie gut die Entscheidung war, hier in Rom Weihnachen feiern zu wollen. Ich hätte nicht mehr die Kraft gehabt, auch noch zu packen und mit Millionen anderer reiselustiger Weihnachtsheimkehrer Zeit am Flughafen und in Zügen zu verbringen. Weihnachten und Silvester habe ich also zu Hause verbracht. Das kann ich jetzt mit Fug und Rech sagen, denn Rom ist mir in den letzten drei Jahren zu einem echten daheim geworden. Der Abschied wird mir sehr schwer fallen. Immerhin habe ich jetzt die Gelegenheit gehabt, hier meinen ersten eigenen Christbaum zu suchen, ihn nirgends zu finden, daher auf Tannenzweige in Vase auszuweichen und ausnahmsweise ‚mal den Gottesdienst in meiner Dorfkirche gegen die Papstmesse in St. Peter zu tauschen… Das macht vom Prinzip her natürlich keinen Unterschied, aber im Detail dann eben doch!

Wenn es ein Wort sein müsste, das Deine Hoffnungen fürs brandneue Jahr beschreibt, was wäre das? – Ich bin noch nicht ganz entschieden: GLÜCK oder ZUSAMMEN BLEIBEN! Auf das Neue Jahr! 13 bringt immer Glück!

Buon Anno 2013