Tanti auguri!

Carlo Pedersoli_SZ_Sagen Sie jetzt nichts...

Carlo Pedersoli wird 85. Herzlichen Glückwunsch! Und zur Erinnerung hier zwei meiner Lieblingsbilder aus der Reihe „Sagen Sie jetzt nichts“ vom Magazin der Süddeutschen Zeitung. Dieses Bild betrachte ich als Inbild von Demut. Vielleicht will er aber auch einfach nur sagen: „Ach, lass sie reden…“ – Vermutlich steckt aber eben doch ein Quentchen Demut mit drin, denn Carlo Pedersoli antwortet mit diesem Bild auf die – etwas dämliche – Frage  „Wie schafft man es, über 50 Jahre verheiratet zu sein?“

Das Foto, das mir das zweitliebste ist, erklärt sich ebenfalls nur im Zusammenhang mit der Frage, die ihm gestellt wurde, bevor Heinz Augé abdrücken durfte: „Was lieben Sie am meisten an Ihrer Frau?“ – entweder ihr Köpfchen oder dass Sie einen leichten Vogel hat 😉

Bud Spencer_SZ_Sagen Sie jetzt nichts...

Beides wäre sehr sympathisch! Die SZ verweist noch einmal auf seine Erfolge als Leistungsschwimmer. Aber auch darauf, dass Pedersoli insgesamt zwölf Patente angemeldet hat. Seine Erfindungen reichen von der elektrischen Spielzeugmaus bis zu einem Spazierstock mit eingebautem Stuhl, so ähnlich wie die klassischen Jägersitze. Und für eine Premiere war „Bud Spencer“ auch wieder gut: Er ist der erste Prominente, der in der Reihe „Sagen Sie jetzt nichts“ im Sitzen porträtiert wurde. Nachdem er sich gerade von einer Hüft-Operation erholte, durfte Pedersoli einen Stuhl verwenden. Ich mag die Bilder sehr.

Italienisch-Deutsch / Deutsch-Italienisch

Sprachbarrieren – denkste!

Italiener können viel häufiger Deutsch als es der normale Tourist an und für sich glaubt. Umso häufiger ein Grund zum Fremdschämen, wenn ohne Blatt vor dem Mund und mit kräftiger Stimme in Bus und Metro über den Alltag im Urlaubsland hergezogen wird. Es müssen noch nicht einmal die Südtiroler sein, viele gebildete, vor allem ältere Italiener verstehen Deutsch zumindest passiv recht gut…

Als ich voriges Wochenende mit einem Studenten in der Nähe der Ponte Milvio in einem Tante-Emma-Laden Brot, Käse, Schinken und ein paar Oliven erstehen wollte, wurden wir in bestem Deutsch begrüßt. Danach wollte der Verkäufer sogleich dienstbeflissen ins Englische switchen… Nur mit äußerster Mühe und viel Charme wurde er überzeugt, dass wir durchaus „occasione per parlare un po‘ italiano“ bräuchten und wünschten! Also in italiano!

Bis ein älterer Herr mit Stock hinter uns den Laden betrat und der nette Mann hinter der Theke sogleich ein „Willkommen, willkommen!“ auf Deutsch entgegenschmetterte. „Professore!“ Der angesprochene freundliche nickende Herr hatte auch sogleich verstanden, dass wir – blass, bleich, er blond, ich mit deutscher Tageszeitung unterm Arm – vermutlich Deutsche sein könnten. Das Gespräch, das sich entspann war daher auch ganz außerordentlich reizend und wechselte zwischen Deutsch und Italienisch hin und her, wobei aus Freundlichkeit der ältere Herr ein langsames, aber gutes Deutsch sprach und ich ein eher nervös holpriges Italiano. Zunächst hatte ich mich jedoch gar nicht mit ihm unterhalten, ich war noch damit beschäftigt, dem Verkäufer klar zu machen, dass ich Schinken und keinen Speck möchte.

Wieso sollte ich nicht auch erst einmal den Einkauf abschließen, bevor ich mich dem nächsten Kunden und einem Smalltalk zuwende?! Der Student war aus unerfindlichen Gründen ganz verstummt. Während ich noch gezahlt hatte, bevor ich mich überhaupt umdrehte, hatte er kaum mehr als ein „Guten Tag, nein, ihr Deutsch ist ganz hervorragend!“ herausgebracht. Dabei ist er sonst gar nicht so auf den Mund gefallen… Auch draußen war er noch ganz still und stumm. Bis dann endlich beim Picknick: „BRITTA! Ist dir gar nicht klar, wer das war?!?“ – „Wer?“ Er: „DER ÄLTERE HERR!“ – „?!?“ Ok, va bene: er hatte Recht! Wir haben mit Bud Spencer alias Carlo Pedersoli gesmalltalked.