Auch Christkinder haben manchmal Hunger

Der zweite Weihnachtsabend neigt sich dem Ende… Da bietet es sich an, mal wieder ein Bild aus der Reihe „Ungewöhnliche Madonnenbilder“ zu präsentieren. Die Darstellung einer stillenden Maria ist altbekannt und erfuhr im Barock (muss ja meine Lieblingszeit hier immer ‚mal wieder einstreuen!) auch so faszinierende Ausformungen wie Springbrunnen, deren Wasserstrahl durch die Brust der Madonna geleitet wurde. „Madonna lactans“ ist der Fachbegriff für diese Mariendarstellungen. In Spoleto habe ich jedoch ein Bild gefunden, das den Moment vor dem Stillen zeigt: Jesus hat Hunger! Ok, der Kleine sieht auf dem Bild – der Zeit entsprechend – eher aus wie ein kleiner Erwachsener. Schauen wir darüber halt hinweg, aber genau hin:

San Gregorio Maggiore, Spoleto

„Mama! Hunger!“ – Die Kirche, in der das Bild hängt, müsste San Gregorio Maggiore Santa Eufemia(!) gewesen sein. Eine romanische Kirche wars in jedem Fall. Wenn ich das nächste Mal dort bin, prüfe ich es nochmal nach, aber ich denke, dass mein Freund und Kunsthistoriker und Galerist und Epigraphiker Ingo schon Recht hat… Er korrigierte mich gerade. Andere Kirchen kommen jedenfalls nicht in Frage, obwohl Spoleto noch deutlich mehr Kirchen zu bieten hätte. Da wären San Nicolò, der Dom S. Maria Assunta, San Paolo inter Vineas, San Domenico, SS. Giovanni e Paolo, San Lorenzo, San Filippo, S. Ansano oder S. Maria della Manna d’Oro.

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Hinter den Kulissen – Figuren…

Mutter aller KirchenEin Faible für Figuren von hinten hatte ich schon immer! Mein erstes Foto dieser Art habe ich in einer Schutzengelkirche gemacht. Von vorn war es der perfekte goldene Engel, von hinten verschiedene grob zusammengenagelte Holzteile. Großartig!

Hier sind es die Figuren an der Balustrade von St. Giovanni in Laterano, dem Bischofssitz des Papstes. Omnium Urbis et orbis Ecclesiarum Mater et Caput. Die Lateranbasilika ist die „Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt [Roms] und des Weltkreises“. Oberhalb der Hauptfassade erkennt man mehrere Figuren, für die Galilei den Auftrag erhalten hatte. Weiterlesen „Hinter den Kulissen – Figuren…“

Müllfrauen II

Die Müllfrauen lassen mich nicht so richtig los. Ich hab sie ja schon immer bestaunt, bewundert, beobachtet… Aber seitdem ein Freund meinte, sie seien stolz darauf, diese schöne Stadt sauber zu halten, versuche ich auch noch dieser These auf die Spur zu kommen. Vielleicht ist das sogar der entscheidende Aspekt. Jedenfalls für die Putzerei im centro storico! Denn gerade auf der Piazza Farnese, in der Via Giulia und auf den Tiberbrücken werden sie natürlich bei ihrer Arbeit von zig Touristen beobachtet. Will sagen (s.o.): bestaunt, bewundert und beobachtet. Ich will ja gar nicht erst wissen, wie viele Touristen genau solche Paparazzifotos schießen wie ich… Da will man natürlich auch entsprechend hübsch zurechtgemacht sein. Als ledige Müllfrau vielleicht sogar gleich nochmal so sehr!

Müllfrauen Rom Weiterlesen „Müllfrauen II“

Meine Lieblingskrippe in Rom!

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Weihnachten zu feiern, heißt Krippen aufzustellen. Es gibt Familien, in denen an jedem Tag im Advent ein weiteres Tier, ein Hirte oder ein Engel hinzugestellt wird, bis dann am Heiligen Abend das Jesuskind in der Krippe liegt und Weihnachten gefeiert wird. In Neapel gibt es ganze Krippengassen mit fließenden Bächen, Mühlen und detaillierten Alltagsszenen. Auf dem Petersplatz steht die größte Krippe in Rom, aber Weiterlesen „Meine Lieblingskrippe in Rom!“

Babbo Natale II

SockeEinen frohen Nikolaustag, Euch allen! 

Vor Jahren habe ich ‚mal gelesen, dass ein deutscher Spion in Irland [oder war es England?] enttarnt wurde, weil er mit den lokalen Nikolausbräuchen nicht vertraut war. Hier in Italien bekommt man aber auch Geschenke zum Nikolaus. Und zwar entweder in den geputzten Schuh oder in eine Socke… Soviel also zum gelungenen Kulturtransfer! Was – aus deutscher Perspektive – noch nicht so richtig gelungen ist, das wäre die Weihnachtsdekoration. Die Worte „gemütlich“ und „besinnlich“ Weiterlesen „Babbo Natale II“