Regentage in Rom!

Kolosseum im RegenWenn es regnet, dann aber richtig! Mich stört das gar nicht… Im Gegenteil: Es ist leider der schlechteste Trost, wenn man mich darauf aufmerksam macht, es regne in Rom ohnehin gerade. Ich liebe Regen! Ich komme doch aus Norddeutschland! Es gibt eh kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Oder mit Bezug auf Rom: vielleicht das verkehrte Schuhwerk! Gummistiefel jedenfalls erfreuen sich bei sintflutartigen Regenfällen und Pfützen in der Größe von geographisch erfassbaren Seen immer größerer Beliebtheit! Die elegante Lösung in Form von reiterstiefelartigen Gummistiefeln in Weiterlesen „Regentage in Rom!“

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Tiefpunkte

ParigiTiefpunkte meines Lebens heute:

1. Starkregen schon zum Frühstück

2. Verschwundener Blitzzement

3. Miesester Cappuccino meines Lebens

Es regnet hier in München wirklich seit Taaaagen ununterbrochen. Der Himmel ist gries und grau und ich hätte nie gedacht, dass mir das Probleme bereitet. Denn ich bekenne freimütig, dass es mir aufs Gemüt schlug, wenn in Rom im Sommer wochenlang jeder Morgen mit strahlend blauem Himmel begann. Ein bisschen Regen, nur ein bisschen Bewölkung und alles wäre besser gewesen. Wenn das gleiche Spielchen allerdings mit vertauschten Rollen jeden Morgen nur tiefgrau verhangenen Bleihimmel präsentiert, dann ist das noch schwerer zu ertragen! Wirklich! Kleines Highlight: Mein Herkules-Rad ist wieder einsatzbereit. Vorderrad mit neuem Schlauch und Mantel versehen, neue Griffe, Lichtmaschine repariert. Tataaa! Aber bei dem Hagelschauer, der dann einsetzte, als ich vom Hof der Fahrradwerkstatt radeln wollte, hat die Freude dann doch ein bisschen „verhagelt“…

Zurück in den eigenen – trockenen! – vier Wänden wollte ich eigentlich nur noch zwei, drei Löcher bohren. Die Wände machen es einem eigentlich leicht: Altbau = butterweiches Bohren! In der Regel ohne Kraftanstrengung riesengroße Löcher, die man dann mit oben erwähntem Blitzzement wieder auf handelsübliche Größe verringern muss. Wenn der Blitzzement, den ich gestern beim Aufräumen schön zugeklebt habe, nicht verschwunden wäre. U n a u f f i n d b a r ! Das – gefühlt – faustgroße Loch, in dem der Dübel hin- und hereiert, ist also noch da. Das Bild, das ich anbringen wollte, lehnt an der Wand. Von den anderen kleineren und größeren Baustellen ganz zu schweigen.

Hätte ich dann wenigstens einen guten Kaffee bekommen, wäre ja alles nicht so schlimm. Bislang war ich fürs Internet immer zu Mc Donalds spaziert, hatte mir eine kleine 0,25er Apfelschorle oder ein Mc Sundae-Eis bestellt und eine Stunde „kostenloses“ Internet genutzt. Migrantenkindersozialisationslärm inklusive. Jetzt wollte ich doch auch einmal einem Café eine Chance geben. Normale Cafés, in denen ich normalerweise zu finden bin, bieten in Deutschland kein wLAN an. Also habe ich mir einen „Coffeeshop“ ausgesucht, der den Namen einer bekannten kalifornischen Stadt mit Cable Cars trägt… Und ich habe halt nicht nur den trockensten ungenießbarsten Apfel-Zimt-Muffin bekommen, sondern auch noch für 2,30 Euro den miesesten Cappuccino, den ich bislang bekommen habe. Der Plan, hier in München zu Tee und Kandis überzugehen, nimmt also konkrete Formen an. Das dürfte für lange Zeit der letzte cappuccino gewesen sein.

Witzig ist allerdings wie viele italienische Bars, Cafés und Restaurants es hier gibt. Selbst wenn es sich um das Café Paris handelt (s.o.) entpuppt es sich als Café Parigi mit original(?)-italienischer Speisenkarte!

Und hier noch ein kleiner Blick in mein Pfingstwochenende! Labt Euch und allerseits einen schönen, trockenen(!?) Abend! Internet brauchte ich nur, um mich online bei Alitalia einzuchecken. Sitzplatz ist reserviert. Fensterplatz bei gleichzeitig bereits belegtem Gangplatz (die Rechnung geht oft mit frei bleibendem Mittelplatz auf) und morgen bin ich dann also zurück a Roma! Hach…

Munich weather

Lebenszeichen!

Seit einer kleinen Ewigkeit will ich mich mit neuen Beiträgen melden. Über di Müllfrauen in Rom, über Umzüge und fehlende Erdungskabel und gelbe Blumen und die perfekte Abschiedsfeier. Aber ich komme vor lauter Aktionismus nicht dazu. „Jetzt!“ sagt ihr? Jetzt muss ich ins Bett… Denn es ist in Rom so wechselhaft und kalt und regnerisch, dass ich mir die fieseste Halsentzündung seit langem zugezogen habe. Die Stimmbänder schaffen keinen einzigen Ton mehr. Irgendwo habe ich gelesen, dass es auch eher schädlich wäre, zu flüstern. Aber selbst zu flüstern, klappt kaum noch… Halsweh, Stimme weg, Fieber, Gliederschmerzen. Sind Umzüge wirklich laut WHO ein Gesundheitsrisiko?

Regenwetter St. PeterWeil ich alle meine Jacken schon in die Umzugskisten gepackt habe, die nun fern der Alpen auf mich warten, habe ich mir eine Jacke geliehen. Eine rosafarbene Steppjacke… Ich erkenne mich darin selbst kaum wieder. Rosa Polohemden besitze ich ja auch. Rosafarbene Jacken jetzt dann doch eher nicht. Morgen will ich wieder gesund sein. Sofort!

 

Frühlingsgefühle

Impressionen von schöneren Tagen… Heute ist es grau in grau und regnet schon wieder Bindfäden. Heute, das heißt Rom. Gestern war es dagegen richtig schön, sonnig und zum ersten Mal bekam ich wieder eine Idee von Frühling! Gestern das war Venedig.

Zattere_2013Mit den Spezialpreisen von Trenitalia (neuerdings auch mit Italotreno!) ist es möglich, in weniger als 4 Stunden von Rom nach Venedig zu kommen. Die Österreicher haben Venedig im 19. Jahrhundert mit dem Bahndamm quasi „an die Kette“ gelegt. Man braucht kein Schiff mehr, um Venedig zu erreichen. Der Bahnhof Venezia S. Lucia liegt direkt am Canale Grande!

Und wenn ich wieder ein bisschen Zeit habe, dann schreibe ich auch, wie es dort in Venedig so war. Weshalb ich nur 24 Stunden vor Ort gewesen bin und welche Ecken ich besonders mag. Im Augenblick haben mich aber zwei Aufsätze (bzw. deren Deadlines) im Griff…

Vorsicht Steinschlag!

Dass mein italienischer Palazzo nicht ohne Macken auskommt, ist nicht weiter ungewöhnlich. Der Wasserschaden, die Sägespäne im Wohnzimmer und die über ein Jahr gesprungene Fensterscheibe sind nur ein Teil. Man wird gelassener. Und lernt das Zugreifen im rechten Moment. Konkret heißt das: ein idraulico ist im Foyer zu hören? Sofort hinunterflitzen und erwähnen, Weiterlesen „Vorsicht Steinschlag!“

2. Versuch in 1. Adventswoche…

Man kann sich ja ‚mal irren… (s. vermeintlicher Nikolaus!) Aber dieses Mal ist es kein Irrtum, dafür umso leckerer, auch wenns zunächst nur um die Verpackung geht: Gewinnspiel bei Anna im Backwahn!

Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne erste Adventswoche! Hier in Rom ist nach 10 Tagen Sintflut und Dauergewitter endlich wieder die Sonne herausgekommen. Wir werden sogar mit einem Stück blauem Himmel verwöhnt. Ich glaube das liegt daran, dass Rom noch nah genug am Meer ist, um Küstenklima mit entsprechendem Wind abzukriegen. Der Steigungsregen dagegen wird gönnerhaft Tivoli überlassen. Ok, Frascati und andere Orten in den colli albani kriegen auch noch genug Regen ab. In Rom – man glaubt es kaum – regnet es zwar immer noch deutlich mehr als in London, aber Tivoli, Frascati und Co. könnten sicherlich ganz England in die Tasche stecken.

Hier der Beweis: ein Stückchen ist schon freigekämpft…

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