Hitze aussperren – Sommer in Rom!

So wird das sicherlich nichts: die Jalousie muss richtig schließen! Aber es ist wirklich keine Hexerei im August in Rom auch ohne Klimaanlage zu überleben. Man muss sich nur an eine Regel halten, die schlicht darin besteht, abends die Fenster und Türen weit aufzureißen, um die kühle Abend- und Nachtluft hineinzulassen…

Sommer in Rom

Morgens steht man dann früh auf, um die kühle Morgenluft zu genießen und verschließt sofort um 6/7Uhr die Fenster und lässt die Jalousien herunter oder schließt die Fensterläden. Ich verbinde daher mit den heißen Sommermonaten immer Bilder aus schattigen Wohnungen. Dazu vielleicht noch ein kühles Wasser mit Zitronen- oder Limonenscheiben und dazu ein paar Eiswürfel! Aber die meisten Palazzi haben inzwischen auch bereits die verräterischen Kästen an, über oder unter den Balkonen: Air Condition hält Einzug. Und wem will mans verübeln? Vor dem Schlafen noch 30 Minuten lang kühlen und man schläft so viel leichter ein! Ich bin gerade zurück in Deutschland und mitten in ein Regentief hineingeraten. Was man im August in Rom sonst noch schönes machen kann und wieso 70.000 deutsche Ministranten die römische Metro und sämtliche Sightseeing-Hotspots erobert haben, dazu in den nächsten Tagen mehr. Erstmal: buona notte!

 

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RomAdvisor: Old Bridge!

Gelateria_Old_Bridge

Eine der besten Eisdielen ist in Rom die Gelateria Old Bridge. Ich bin mir ehrlich gesagt gar nicht sicher, ob ich schonmal von ihr erzählt habe… Sie liegt direkt gegenüber von der Vatikanischen Mauer. Ja, die ist lang, aber man kann sich auch gleich die Adresse notieren: Viale Bastioni di Michelangelo, 5 in Prati. Ziemlich nah an der Piazza del Risorgimento und gegenüber liegt die Bronzetür in der Vatikanischen Mauer. Daran kann man sich gut orientieren. Während einige hippe Eisdielen wie beispielsweise Vice das kleinste Eis inzwischen in wirklich kleiner Menge in einen Minibecher geben, bekommt man bei Old Bridge nicht nur hervorragendes Eis (hat Vice natürlich auch), sondern auch noch große Portionen!

Das beste Preis-Eis-Verhältnis hat wirklich diese – stets überlaufene! – Eisdiele, die in den 1980ern eröffnet wurde. Kein Abend, an dem sich nicht ein Pulk aus Motorini, Pärchen mit Sommerkleid (sie) und Lederjacke (er) vor der Tür versammelt. Und in amerikanischen Reiseführern muss die Eisdiele inzwischen ihren festen Platz haben, denn außer meiner Freundin Britta sind es eigentlich fast nur americani, die zwischen den jungen Italienern anstehen, um ihr Eis zu bekommen. Witzig ist auch das Video, das ein begeisterter Tourist gemacht hat, als er sein letztes Eis vor der Abreise bestellte…

Und was muss ich sehen, als ich diese Woche in Stuttgart im Archiv war? Auch Stuttgart (Stoccarda) hat sein Old Bridge. – Wo auch sonst? – Eine Filiale in Rom, eine Filiale in Stuttgart. Immerhin können sich die Germanwings-Kenner nun auch nördlich der Alpen über das Eis freuen. Hierzulande allerdings doppelt so teuer und damit schon wieder kein vertretbarer Tipp mehr.

Man muss eben doch in die Ewige Stadt, um es wirklich zu genießen! Buon appetito!

Old Bridge Stuttgart

 

Regentage in Rom!

Kolosseum im RegenWenn es regnet, dann aber richtig! Mich stört das gar nicht… Im Gegenteil: Es ist leider der schlechteste Trost, wenn man mich darauf aufmerksam macht, es regne in Rom ohnehin gerade. Ich liebe Regen! Ich komme doch aus Norddeutschland! Es gibt eh kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Oder mit Bezug auf Rom: vielleicht das verkehrte Schuhwerk! Gummistiefel jedenfalls erfreuen sich bei sintflutartigen Regenfällen und Pfützen in der Größe von geographisch erfassbaren Seen immer größerer Beliebtheit! Die elegante Lösung in Form von reiterstiefelartigen Gummistiefeln in Weiterlesen „Regentage in Rom!“

Es gibt diese Momente…

So ganz bin ich doch noch nicht wieder in München angekommen. Manchmal, wenn ich nicht denke, sondern nur antworte, passiert es. Dann fragt mich eine Kollegin/Freundin in einem hektischen Moment kurz vor dem Gastvortrag, was ich morgen tue und ich antworte: „Ich fahre nach Deutschland!“ – sie lacht – „Soso, nach Deutschland!?“ Ich meinte, dass ich nach Hannover fahren muss und das ist aus meiner italienischen Sicht natürlich „Deutschland“ – so mancher Bayer hätte mich dafür vielleicht geherzt und endgültig willkommen geheißen! Ich bin aber eigentlich ganz froh, dass es diese Momente noch gibt, in denen ich merke, wie sehr ich noch immer zwischen den Stühlen sitze… Eigentlich ganz schön – so ein Bein in Rom, ein Bein in München. Da gabs schon andere vor mir, die das mit den zwei Standbeinen ganz gut hingekriegt haben. Reinhard Raffalt, Joseph Ratzinger, … 🙂

Roma

Entwirren!

Weihnachten vorbei, der Schmuck wird abmontiert. Entwirrung wird dauern. Straßenszene, Rione Ponte, Roma.

Weihnachten entwirren

Porta Portese – ein Tor, ein Flohmarkt, eine Inspiration!

Porta PorteseDirekt hinter der Porta Portese – einem Tor, das unter Papst Urban VIII. 1644 erbaut worden ist – schließt sich an jedem Sonntag ein riesengroßer Flohmarkt an. Zur Porta Portese zu gehen, ist in Rom zu einem Synonym für „auf den Flohmarkt gehen“ geworden. Die Fläche erstreckt sich von der Porta, an der Via Portuense entlang und parallel zur Viale Trastevere. Am einfachsten kommt man mit Weiterlesen „Porta Portese – ein Tor, ein Flohmarkt, eine Inspiration!“

Rom stilisiert!

nycKennt ihr diese Poster von Tobias Svenlöv? Verschiedene Städte werden in absolut stilisierter Form dargestellt. New York assoziiert der Künstler offensichtlich mit dem Central Park. Dargestellt ist nichts anderes als eine gleichmäßig grüne Fläche in Form eines Rechtecks. Central Park, klar. Oder vielleicht genau das richtige für den St. Patrick’s Day! Leben nicht mehr „Iren“ in New York als auf der ganzen irischen Insel?! Ok, lieber nicht in irrigen Annahmen verstricken, vermutlich ist das nur ein launiger Journalistengag, der jedes Jahr wieder angebracht wird.

Das Poster für München gefällt mir persönlich jetzt nicht so gut, auch wenn die Idee natürlich ihre Berechtigung hat! Ein Hoch auf die Gemütlichkeit… Wie heißt es beim Vertrieb über Monoqi so richtig:

munich„Gizeh, New York, Paris… typische Postkartenmotive? Ja und nein. Der schwedische Künstler und Grafikdesigner Tobias Svenlöv a.k.a. I’m Not Wordy stellt in seiner Posterserie „Minimalistic Places“ weltbekannte Orte dar, die wir schon tausendfach gesehen haben – aber nicht so. Durch eine kluge und humorvolle Komposition der farbigen Flächen und schlichten geometrischen Formen überlässt er es der Fantasie des Betrachters, in jedem Motiv etwas Verblüffendes zu entdecken, das sich manchmal erst erschließt, wenn man um die Ecke denkt oder die kleine Überschrift am oberen Bildrand gelesen hat.“ – Gilt zum Beispiel für das Poster, das Texas anhand einer stilisierten Fahne präsentiert, während Gizeh eine aufs Wesentliche heruntergebrochene Pyramide zeigt. Das Poster, das Paris darstellt, nimmt wohl auf die sternförmig zulaufenden Straßenachsen Bezug. Oder was seht ihr hier?

Paris

Weitere Minimalistenposter findet ihr auf der Homepage von Svenlöv. Was ich mich jetzt seit längerem frage: Wie sähe ein perfektes Rom-Poster aus? Greift es die Windung des Tiberknies auf? Die Starenschwärme? Die Abbruchkante des Kolosseums? Oder den knallroten Galonstreifen an der Seitennaht von Carabinieri-Uniformhosen? Es gibt so viele Ideen. Was meint ihr? Für den Vatikan würde ich die gestreifte Uniform der Schweizer Gardisten oder die Kuppel von St. Peter heranziehen. Beginnt Spaß zu machen… Irgendwie muss man ja die Zeit bis zum Gottesdienst  herumkriegen. Bevor dann wieder ein unsägliches Krippenspiel den Heilig Abend einläutet. Ich wünsche allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest! – Vielleicht auch ein Obelisk? Oder das typische San Pietrini-Pflaster? Oder oder oder…